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Die Welt im Blick (26.08.2026)

Von Ostdeutschland bis Vietnam, von seltenen Erden bis Nordkoreas Homeoffice: Diese Ausgabe handelt davon, wie Angst zur Ware wird und Kontrolle zum Reflex — bei Regimen, Konzernen und in unserer eigenen Öffentlichkeit.

Marco Herack
Marco Herack
19 minuten gelesen
Die Welt im Blick (26.08.2026)
Zur Arbeit motivierender Propaganda-Marco (erstellt mit Seedream 5.0 Pro)

Inhaltsverzeichnis

Innere Arbeit

Leider erfordert das Feintuning der Technik aktuell genauso viel Zeit wie das schlussendliche Schreiben des Newsletters. Es wird noch eine Weile dauern, ehe hier alles zu einem Workflow findet. (Dass ich angefangen habe, mit AI-Bildern zu spielen, macht es nicht besser.)

Derweil verfolge ich den heißen Landtagswahlkampf in Deutschland und bin erstaunt. Die Tatsache einer AfD, mit der man sich nun seit Jahren abfinden kann, führt zu einem Wahlkampf um die AfD. Auch in ihrer tausendsten flapsigen Ausprägung wird das Verhalten von beispielsweise Alice Weidel immer noch als 'unfassbar' wahrgenommen. Ulrich Siegmund ist eine 'Neuentdeckung' als 'das Böse'. Hitlers Schreckensherrschaft scheint bevorzustehen.

Ich habe dazu schon einiges geschrieben, und nachstehender Artikel ist ein guter Start...

Warum die AfD gewinnt und wie Medien und Politik dazu beitragen
Die falschen Fragen, die leichten Analysen. Es herrscht in Sachen AfD eine große Leichtigkeit.

... aber ich erwarte von professionellen Politikern eine Entwicklung. Fortschritt. Mariam Lau hat das Thema mit 'aggressive Heulsusen' gut umrissen. In dem Moment, in dem Politiker Leistung bringen müssen, also wenn es brennt, versagen sie. Das gilt umso mehr, wenn es um Wahlergebnisse geht. Die Angst, den Job zu verlieren, führt zu noch mehr Parteichaos. Politiker sind in diesem Sinne ein prägender Teil der Öffentlichkeit, möchte ich hinzufügen.

Diese Öffentlichkeit versagt zurzeit komplett. Ostdeutschland, das ist ein Problemfall. Ostdeutschland, das ist die AfD. Ostdeutschland, das sind die Rechtsradikalen. Ostdeutschland, das ist die Abschaffung der Demokratie.

Wenn ich in Ostdeutschland bin, sehe ich etwas anderes. Ich finde inklusive Kindergärten, die sich als bunt bezeichnen und nicht abgefackelt werden. Ich sehe Menschen, die sich um andere kümmern. Ich sehe Straßenzüge, die das Antlitz der DDR nie überwunden haben. Ich sehe eine wirtschaftliche Entwicklung, über die nie gesprochen wird.

Schaue ich in die sozialen Medien, finde ich Marcant, der gegen die Rechtsradikalen arbeitet. Eine Arbeit, die wichtig ist, aber eben auch das Bild von Ostdeutschland prägt. Ich finde junge Menschen in Thüringen, die darum ringen, das Positive in ihrem Land zu betonen, die aber nur dann viele Klicks erhalten, wenn sie 'die Rechten' thematisieren.

Das Problem ist nicht nur die AfD. Ein Problem ist, dass die AfD zu Ostdeutschland gemacht wird.

Hint: DJ Bella for Summerhit(mix) 2026

Marco fördert Seltene Erden (erstellt mit GPT Image 2, Nano Banana Pro und Seedream 5.0 Pro)

Ukraine: Europa zahlt Trumps Gemüt

Das Kiel-Institut hat seine quartalsweise Betrachtung der Hilfen für die Ukraine einem Update unterzogen. Die Hilfen sinken. Dafür gibt es strukturelle Gründe (fehlende Verfügbarkeiten bei bspw. Patriot), aber man kann an den vielfachen Diskussionen in Europa auch entnehmen, dass es eine gewisse Ermüdung gibt. Es wird schwerer, Europa zusammenzuhalten. Die stagnierende Wirtschaftskraft macht das alles nicht leichter.

Die zweite schlechte Nachricht ist, dass die Hilfen weiterhin sehr stark durch die USA geprägt sind. 30 % der Militärhilfen enden im Kauf von US-Produkten, und bei der NATO-PURL-Initiative sind es 90 %.

Dazu kommt ein strategisches Problem, auf das Fabian Hoffmann im 'Missile Matters' Substack hinweist. Russland hat es geschafft, die Produktion und den Einkauf ballistischer Raketen massiv zu steigern. Im Westen leidet man derweil unter einem starken Mangel an Abfangraketen, und es gibt auch keine schnellen Lösungen. Wer die Nachrichten aus der Ukraine verfolgt, kann daher gerade täglich sehen, wie Russland nahezu widerstandslos einen Raketenregen auf die Ukraine niedergehen lässt.

Hoffmann hat dafür 'nur' zwei Lösungen anzubieten. Der erste Vorschlag dürfte in Europas Hauptstädten zu Ohrenschlackern führen. (Übersetzt mit DeepL.com)

Die erste besteht darin, das Ungleichgewicht zwischen Angriff und Verteidigung zu akzeptieren und die daraus resultierenden Konsequenzen zu ziehen. In einer Welt, in der der Angreifer ballistische Raketen schneller und kostengünstiger produzieren kann, als der Verteidiger Abfangraketen herstellen kann, ist eine glaubwürdige Gegenschlagfähigkeit möglicherweise das beste verfügbare Mittel zur Aufrechterhaltung der Abschreckung. Die ballistische Raketenabwehr spielt bei diesem Ansatz zwar weiterhin eine Rolle, allerdings eine eingeschränktere: Sie dient dem Schutz kritischer Anlagen für begrenzte Zeiträume, anstatt als langfristige Lösung für die Gebietsverteidigung zu fungieren.

Aktuell ist es schlimm. Für den Winter deutet sich eine Katastrophe an, weil die Ukraine sich im aktuellen Zustand schwertun wird, ihre Energie- und Wärmeversorgung zu schützen. So in die Ecke gedrängt, dürfte man in der Ukraine weniger Bedenken gegen Option 1 haben.

Quellen:

Weiterführende Links (AI generiert):


Ukraine – Serbien: Echte Realpolitik

Wie realistisch man in der Ukraine an die Themen rangeht, konnten wir zuletzt bei Selenskyjs Besuch in Serbien beobachten. Die Ukraine ist seit Anbeginn des Krieges auf Serbien angewiesen, obwohl dessen Präsident Aleksandar Vučić eine unschöne Nähe zu Russland pflegt. Serbien liefert militärisches Material, das die Ukraine verwenden kann und das seine Ursprünge in Sowjetzeiten hat. Es gibt kaum noch Lieferanten, und entsprechend wichtig ist Serbien.

Es geht aber auch um Neuentwicklungen. Abseits von diversen Updates zu dem alten Gerät und seiner Munition deutet sich im Hintergrund ein gewisser Technologietransfer an. Eine gemeinsame Produktion wurde verneint. Gekostet hat das die Ukraine vor allem die 'Nicht-Anerkennung' des Kosovo. Bekommen hat sie:

Wir sind der Ukraine dankbar für die Unterstützung der territorialen Integrität Serbiens.

Realistisch betrachtet spielt hier noch eine andere Überlegung rein. Aus Sicht der Ukraine würde die Anerkennung des Kosovo einen Präzedensfall schaffen, der ihre eigene Lage bezüglich der Krim verschlechtert.

Quellen:

Weiterführende Links (AI generiert):


Ressourcenimperialismus: Seltene China-Erden

Tja, wer hätte das gedacht? China drosselt mal wieder kritische Rohstoffe. Dieses Mal trifft es Lithium, Germanium, Quarz, Kobalt, Neodym und Kupfer, die für Taiwan schwerer zugänglich werden und damit auch die Produktionskapazitäten für westliche Unternehmen einschränken.

Warum, wieso, weshalb, darüber kann man streiten. Auffällig ist, dass die Drosselung mit Trumps Sanktionsdrohungen gegen Iran einhergeht, die vor allem China treffen müssten. Die USA haben seit Längerem Sanktionen gegen Iran erlassen, die einen Verkauf iranischen Öls an Drittstaaten verhindern müssten. Allerdings wurde auch immer darauf verzichtet, die damit verbundenen 'secondary sanctions' wirklich umzusetzen, weil man dann chinesische Käufer sanktionieren müsste und das zu einem Handelskrieg führen könnte.

Ob Trump dieses Mal durchzieht, ist fraglich. Ende des Jahres steht ein Treffen zwischen ihm und Präsident Xi an. Dafür wollen beide Seiten ein ruhiges Umfeld schaffen, und China nutzt den Vorgang bisher sehr erfolgreich, um einen wichtigen Waffendeal zwischen Taiwan und den USA hinauszuzögern.

Auch wenn ich mich an der Stelle wiederhole: Die Versorgung europäischer Unternehmen mit seltenen Erden ist auch weiterhin eher stockend und dieser Fakt müsste mehr wahrgenommen werden. Wir haben in diesem Bereich ein merkliches Problem, denn auch wenn die USA und Japan (das ebenfalls unter Versorgungsmangel leidet) neue Deals und Initiativen verkünden, ist faktisch nicht viel passiert.

Quellen:

Weiterführende Links (AI generiert):


Iran: Starke Außenwirkung

Die Nachrichtenlage aus dem Iran ist stabil schlecht. Der iranische Rial erreicht neue Entwertungsrekorde, entsprechend sieht die Wirtschaft im Lande aus. Das trifft vor allem das Volk, während das Regime seine Kapazitäten auf das Militär und den militärischen Wiederaufbau konzentriert.

Dabei bestätigt sich: Alles ist wie befürchtet. Die Luftschläge Israels und der USA haben vor allem eine oberflächliche Wirkung entfaltet. Die wichtige Infrastruktur, die Iran unter Tage in seine Berge brachte, wurde kaum beschädigt. Satellitenbilder zeigen, wie schnell die vorhandenen Schäden beseitigt werden. Man muss also davon ausgehen, dass die Aussagen des Regimes zur Rüstungsproduktion stimmen. Sie ist funktionsfähig.

Einwenden würde ich, dass Rüstungsproduktion auch eine Frage der Ressourcen ist. Russland beliefert den Iran, weil es explizite Vorteile in seinem Krieg gegen die Ukraine erlangt. Abfangraketen werden am Golf verballert und stehen der Ukraine nicht zur Verfügung. Die Frage ist aber dennoch, wie viel geliefert werden kann und ob Iran wirklich alles bekommt, was benötigt wird.

Die Fähigkeit der Trump-Administration, Ideologie über Rationalität zu stellen, ist hier wirklich bemerkenswert. Denn eine Zusammenarbeit drängt sich förmlich auf. Die Ukraine könnte Russlands Lieferungen an den Iran über das Kaspische Meer beschränken, und das würde den US-Truppen unmittelbar zugutekommen.

Derweil läuft am Golf alles seinen sozialistischen Gang. Im Stillen wird die Anti-Drohnen-Infrastruktur ausgebaut und die Resilienz gegen Angriffe verbessert.

Quellen:

Weiterführende Links (AI generiert):

(erstellt mit GPT Image 2, Nano Banana Pro und Seedream 5.0 Pro)

Russland: Wie sich Propaganda von selbst finanziert

Es gibt wenige Länder auf der Welt, die ihre Ideologie so strebsam verbreiten wie Russland. Russische Propaganda hat viele Facetten. Kurzvideos, die sich über "die da oben" belustigen, massenhafte Artikel, die für AI-Training geschrieben werden, oder offene Meinungsmache über Staatsmedien in jeweils regionaler Sprache.

Das alles kennen wir. Was dabei gerne übersehen wird, sind die vielen Trainingsprogramme für Journalisten in Asien und Afrika. Hier wird das Skill-Training mit Propaganda vermischt. 'Früher' waren Reisen nach Russland ein wesentlicher Teil des Vorgangs, nun zieht AI in das Gesamtwerk ein und verspricht mehr Output bei Training wie auch später im Beruf.

Das Ganze spielt zusammen mit der Idee, dass über AI mehr Content zu mehr Einnahmen für das Individuum führen kann. Soziale Medien geben Werbeeinnahmen weiter und gehören zum Journalismus in Asien bereits ganz normal dazu. AI-Persönlichkeiten, die Ressentiments verbreiten, sind im Einklang mit politischen Ansichten einträgliche Unternehmungen. Das in Skalierung verspricht Propaganda, die sich von selbst finanziert.

Quellen:

Weiterführende Links (AI generiert):


Virtuelle Welten: Chinesische AI-Gründer und ihr Alter Ego

Es gibt einen sehr amüsanten Randaspekt chinesischer Selbstdarstellung im Westen. Chinesische Internetunternehmer, die auch in den USA erfolgreich sein wollen, managen sehr aktiv ihre Identität. Sie existieren zweimal. Einmal als durch die USA geprägte Unternehmer und einmal als chinesische Unternehmer.

Es wird nichts verschleiert, sondern die Informationen werden so gestaltet, dass sie zum jeweiligen Sprach- und Geschäftsraum passen. Will man also wirklich wissen, mit wem man es zu tun hat, muss man in diesem Fall in zwei Sprachräumen recherchieren. AI könnte hier helfen.

Allerdings tue ich mich etwas schwer, den Fall Manus hier mitzunehmen. Das Konstrukt war so offensichtlich darauf ausgelegt, die chinesische Gesetzgebung zu umgehen, dass das nur böse enden konnte. Niemand wird M&A-Deals jemals wieder so konstruieren. Was man hier mitnehmen kann, ist, dass in Sachen Datensicherheit ein zweiter Blick lohnt und Hybridmodelle, wie bei plaud.ai, ein gewisses Risiko für die Kunden mit sich bringen.

Quellen:

Weiterführende Links (AI generiert):


Saudi-Arabien: Schulbücher weisen den Weg

Saudi-Arabien entwickelt sich weiter. Es ist ein langsamer Fortschritt, aber er findet statt, und es bleibt zu hoffen, dass es nun durch den Iran-Krieg nicht zu Rückschlägen kommt.

Das Institute for Monitoring Peace and Cultural Tolerance in School Education, ein israelischer Think Tank, hat sich die Schulbücher des Königreichs angeschaut und festgestellt, dass sie von problematischen Themen weitestgehend befreit wurden. Also Passagen, die man in diesem Fall als Intoleranz gegenüber Christen und Juden auslegen würde.

Das dürfte keinen überraschen, der das Land in den letzten 10 Jahren verfolgt hat. Es gibt eine eindeutige Bewegung weg von religiösem Fundamentalismus, den man als fortschrittshemmend ansieht. Bei den Schulbüchern bestätigt sich das staatliche Anliegen.

Fortschritt findet auf mehreren Ebenen statt. Der Staat ist eine davon. Betrachtet man die Unterschiede zwischen Stadt und Land, dann wird man feststellen, dass die Städte wesentlich moderner geworden sind und auf dem Lande eher 'am Alten' festgehalten wird. Der Weg ist ein steiniger.

Diese Entwicklung kann nicht in das Gerüst politischer Verhandlungen zwischen Israel, den USA und Saudi-Arabien hineingedeutet werden. Das Ziel der saudischen Modernisierung ist, das Land fit für die Zeit nach dem Öl zu machen. Tourismus, Begegnungen, Kultur, wirtschaftliche Exzellenz, das sind die Ziele.

P.S.: Die nächste Baustelle ist der Derivatehandel

Quellen:

Weiterführende Links (AI generiert):


Vietnam: Wenn Macht weder Satire noch die Realität erträgt

Mein Propaganda-Begriff ist etwas weiter gefasst, als das üblicherweise der Fall ist. Ich mache keinen Unterschied zwischen Staaten und Unternehmen. Das kommt auch daher, dass in vielen Staaten diese Unterscheidung schwierig ist. In Vietnam sind die Unternehmen bspw. vom Staat getrennt, aber wenn es hart auf hart kommt, gibt es eine gewisse Interessenkongruenz. Unternehmen greifen dann zu ähnlichen Mitteln wie der Staat, wenn er sich angegriffen fühlt.

So geschehen vor einem Jahr in Vietnam, als ein virales Video über die VinGroup rumging und dann offline genommen wurde. Warum, weiß man nie so genau. Diese Freiheit nimmt sich Big Tech. In diesem Fall war es nur absurd, weil die Satire dem Volksmund entsprach und ein simples Orwell-Szenario heute auch eher zum Standard gehört.

Dennoch ist der Drang nach Kontrolle, je mehr Macht man erlangt, nicht zu unterdrücken. Es ist ein natürliches Phänomen. Eine Zensur wie diese, durchgeführt durch westliche Tech-Unternehmen, trägt auch zur unscharfen Wahrnehmung westlicher Nutzer über Länder bei, die sie besuchen, in denen sie zeitweise wohnen. Die ihnen nahe sind.

Aktuell finden in Vietnam beispielsweise Proteste jüngerer Menschen statt, die ihren Ursprung auf Social Media nahmen. Es ist ein Video aufgetaucht, in dem ein Auto in ein Motorrad reinknallt. Ein Vater mit seiner Tochter sitzt darauf. Die Tochter, kurz vor ihrem Abschlussexamen, stirbt wenige Tage später. Das Video geht nun 15 Monate später viral, weil laut Medienberichten rauskam, dass es sich um einen ranghohen Politiker und seine Frau handelte, die in dem Auto saßen. Anscheinend zahlten sie der Familie des Opfers Geld, und der Vorgang wurde dann nicht weiter rechtlich verfolgt.

Die Menschen sind empört, der Staat zensiert. Und Meta spielt mit. In Vietnam ist Threads bei jüngeren Menschen sehr beliebt. In der Realität wurden Blumen an den Unfallort gelegt, die dann sofort entfernt wurden. Auf Google Maps wurde der Ort zum ‘The Tree of Justice’. Google hat das mittlerweile wieder entfernt. Daraufhin gab es einen virtuellen Baum zur Trauer. Der war nur über VPNs erreichbar und scheint nun auch offline zu sein.

Erst als internationale Medien darüber berichteten, reagierte man in Vietnam öffentlich auf den Vorgang und versuchte ihn runterzuspielen. Das ist es, was es braucht, um die Mauer der Verdrängung zu überwinden. Die wenigsten Vorgänge erreichen dieses Maß an Aufmerksamkeit.

Quellen:

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(erstellt mit GPT Image 2, Nano Banana Pro und Seedream 5.0 Pro)

Chinas verlorene Generation ist uns nicht fremd

Corona war Mist. Die Folgen für unsere Gesellschaft werden wir wahrscheinlich erst in ein paar Jahren wirklich realisieren, aber viele gesellschaftliche Probleme, vor denen wir heute stehen, sind mit Corona verbunden. Leider wird das Thema nicht wirklich aufgearbeitet.

Um zu verstehen, was da auch 'mit uns' passiert ist, lese ich daher viel über die Folgen von Corona aus anderen Ländern. Und interessanterweise gibt es dabei viel über China zu erfahren. Von der verlorenen Generation, die keiner einstellen will, weil sie zu viel Onlineunterricht hatte, bis zu aktuellen Erschöpfungsphänomenen. The kids are not alright.

Umgelegt auf Deutschland kann man hier von einem gebrochenen Aufstiegsversprechen reden. Du bildest dich, also wirst du was. Oder ins Deutsche gebracht, man arbeitet hart und dann wird man wer. All das ist nicht mehr. Viel und hart arbeiten, das tut man gerne, wenn man dadurch viel erreicht. In China stellt man sich die Frage, ob das geringe Aufstiegspotenzial noch die Mühe wert ist. Auch in Deutschland ist das sichtbar. Eine Frage als globales Phänomen, begleitet von chinesischen Unternehmen, die preiswerte Produkte für genau dieses Gefühl anbieten.

Dinge können sich ändern. Für den Moment scheinen wir aber festgefahren in einem Zustand der Lähmung, die eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Lage ist. Was Cindy Yu an der Stelle mit reinbringt, ist die Frage, ob die Gestaltung des Wirtschaftsmodells in China nicht ebenso ihren Anteil dazu beiträgt.

Bei mir rennt sie da offene Türen ein, weil das chinesische Exportmodell aktuell nicht nur den Westen wirtschaftlich stranguliert, sondern auch die Löhne in China niedrig hält. Es ist ein Beitrag zur aktuell wirtschaftlich-depressiven Lage. Und damit auch ein Hinweis, dass es viel zu besprechen gäbe.

Doch wo fängt man da an, wenn das Misstrauen groß ist? Im zwischenmenschlichen Bereich würde man zunächst Ängste ausformulieren, und die scheinen groß. Alvin W. Graylin bringt es auf den Punkt. (Übersetzt mit DeepL)

Zweitens interpretieren die Menschen Ehrgeiz dort, wo Unsicherheit die Triebkraft ist. Schauen Sie sich die Begriffe an, die in der chinesischen Politik kursieren: „卡脖子“ (am Hals gewürgt werden) und „自主可控“ (autonom und kontrollierbar). Das ist kein Land, das die globale Vorherrschaft anstrebt. Das ist ein Land, das glaubt, nur eine Exportkontrolle davon entfernt zu sein, seine industrielle Basis zu verlieren. Angst und Ehrgeiz sehen aus der Ferne ähnlich aus und erfordern gegensätzliche Reaktionen. Angst reagiert auf Zusicherung, Ehrgeiz auf Abschreckung. Wir haben acht Jahre lang Abschreckung auf ein Angstproblem angewendet und das Ergebnis erzielt, das man erwarten würde.

Richtig, es ist ein ähnliches Denken wie bei der VinGroup. In Europa sind wir da kaum anders. Zurzeit dominiert die Angst voreinander und die Scharfmacher gewinnen. Doch auch hier wurde eher selten die Frage gestellt, wie sich das auf die handelnden Gesellschaften auswirkt. Populismus ist ein Geschäft, das sich besonders gut von Angst nährt. Welche Hoffnung kann eine Gesellschaft haben, die nur noch Angst hat?

Quellen:

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Super-El-Niño 2026: Wahrscheinlichkeit und Folgen

Ein Überblicksartikel zu El-Niño, der die grundlegenden Fragen beantwortet.

Quellen:

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Nordkorea goes Homeoffice

Nordkorea hat so viele Methoden der Spionage, des Hackings, des Bankendiebstahls und der Sklaverei entwickelt, dass es kaum noch überraschen sollte, dass es versucht, seinen Bürgern Jobs in den USA zu verschaffen. Die Einnahmen landen definitiv nicht bei den Arbeitern.

Das Ganze ist aber auch deswegen interessant, weil Nordkorea dabei ein System ausnutzt, das wir uns im Westen seit Corona zur Auslebung der ultimativen Freiheit bei gleichzeitiger Ersparnis für Unternehmen geschaffen haben: Remote Work.

Menschen leben in preiswerten Ländern und arbeiten von dort aus remote. Die Unternehmen zahlen ihnen geringere Gehälter, als dies 'daheim' notwendig wäre, aber beide Seiten profitieren davon. Nun auch Nordkorea.

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Niemand mag den US-Lebensmittelmarkt

Einer der Gründe, warum Donald Trump gewählt wurde, ist die MAHA-Bewegung. Make America Healthy again. Eine Bewegung, die links wie rechts anschlussfähig ist, da sie einen gemeinsamen Feind definieren kann: Pharmaunternehmen und die Lebensmittelindustrie.

Mit Blick darauf, was so alles in US-Lebensmitteln drin steckt, ist das durchaus verständlich. Während Donald Trumps Umfragewerte im Keller sind und der Vertreter der MAHA-Bewegung, Robert F. Kennedy Jr., auch nicht gerade glänzt, zeigt sich bei der Lebensmittelindustrie, dass die Leute satt sind.

Marken konnten bis vor Kurzem verlässliche Einnahmen verzeichnen. Sie standen für Qualität und Verlässlichkeit. Jetzt nicht mehr.

Man sieht das nicht nur bei Unilever und Nestlé, die ein Problem mit ihrem US-Geschäft haben. Auch beim Einzelhändler Walmart bremst sich das Wachstum ab. Es sind nicht nur die Abnehmspritzen, die das Geschäft erschweren. Es gibt ein generell verändertes Kaufverhalten. Eigenmarken gewinnen an Umsatz, weil sie als 'qualitativ ebenbürtig' gelten. Inflation verändert das Kaufverhalten hin zu diesem Argument. Wir kennen das Phänomen aus Deutschland.

Dazu kommt E-Commerce, der andere Nahrungsmittel in den Markt schiebt, als die Gatekeeper im Einzelhandel es bisher ermöglichten. Man kann daraus ein Szenario erkennen, in dem der "Wocheneinkauf" mehr funktional und nicht mehr identitätsbildend ist, was automatisch die Margen schwächt. Die verschieben sich dann hin zu den Sonderkäufen, die über das Internet 'entdeckt' werden und der individuellen Identitätsschaffung dienen.

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Humanoide: Der Körper ist willig, die Daten sind schwach

Humanoide sehen toll aus und können nichts. Zumindest nichts, mit dem sich nachhaltig Geld verdienen lässt. Mein kleiner Feldzug gegen die Begeisterung bekommt hier von AI Proem mehr Datenmaterial geliefert. Und wie hier bereits ausgeführt, sind das Problem 'schlicht' die nicht vorhandenen Daten. Und wie man an diese Daten rankommt, ist zurzeit auch noch völlig unklar.

Die Lösung des Problems wird selbst in der Branche mit 10 Jahren beziffert. Was bedeutet, dass es keiner weiß. Eine sinnvolle Lösung für die Beschaffung von Bewegungsdaten liegt nicht vor. Das liegt auch daran, dass jedes Modell eigene Daten braucht. Das Abfilmen menschlicher Finger reicht nicht, um zu lernen, wie man Finger benutzt.

Das Spannende daran ist, dass man hier etwas sehr Menschliches erkennen kann. Eine individuelle Kontextualisierung, die nicht nur durch den Körper, sondern auch durch die Umgebung geprägt wird. Selbst wenn man also das Datenproblem lösen sollte, muss theoretisch jede Umgebung 'erlernt' werden. Die Kosten fehlender Intuition.

Der einträglichste Einsatz für Humanoide ist, sie als Liebesspielzeug zu bauen und mit einem LLM zu versehen. Dafür gibt es eine zahlungsbereite Zielgruppe.

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Google diversifiziert seine Pixel-Produkte weg von China

Wenn es darum geht, wie US-Techkonzerne sich unabhängiger von China machen, dann spricht man meistens über Apple und seine Unfähigkeit, sich von China zu lösen. Andere sind da erfolgreicher. Google wird die Produktion des Pixelphones bis 2027 vollständig aus China verlagert haben.

Vietnam, Indien und Mexiko spielen dabei eine starke Rolle. Viele Teile werden dennoch aus China kommen, und es wird Jahrzehnte dauern, bis andere Länder die notwendige Infrastruktur geschaffen haben, zu der auch Fachkräfte zählen. Vietnam ist hier ein prägnantes Beispiel. Aus der heimischen Arbeiterschaft können aktuell nicht ausreichend Fachkräfte für den langsam anlaufenden Chip-Bereich engagiert werden. Für andere High-Tech-Bereiche gilt das ebenfalls.

In dem Sinne finde ich es erstaunlich, dass die Debatten bezüglich der Unabhängigkeit von China so stark von Technologievorsprüngen geprägt sind, die man aufrechterhalten müsste. Das ist ein Argument für eine ganz andere Ebene, die der wirtschaftlichen Vorteile. Die Kärrnerarbeit aber findet im Aufbau der Produktionsalternativen statt.

Quellen:

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(erstellt mit GPT Image 2 und Nano Banana Pro)

Kambodscha: Eingemeindung

Wenige Menschen beschäftigen sich mit Kambodscha, daher hier ein Lesehinweis: Die Regierung festigt ihre Macht, und die Opposition zersplittert, nachdem die Kem-Familie sich in die Machtstrukturen integrieren lässt.

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